Hinweise zur Boxtronik Design-App

Mit der Boxtronik-Design-App entwerfen und bestellen Sie das passende Gehäuse für Ihre elektronische Baugruppe.

Die App befindet sich mit ihrer Design-Funktion nunmehr im Alpha-Stadium (https://betatronikboxer.netlify.app/). Wir laden zur Benutzung ein, denn wir benötigen Kritik und Anregungen für die Weiterentwicklung. Als Gegenleistung fertigen wir Ihr Projekt aktuell zu einem Einheits-Sonderpreis von 99 € incl. MwSt. (siehe 6. Bestellen).

Hier versammeln wir einige Erläuterungen und Tipps, mit denen Sie die App ohne größere Umwege nutzen können. Bei verbliebenen Unklarheiten zögern Sie bitte nicht, uns telefonisch oder per Email zu kontaktieren.

Die Idee hinter der App

2011 benötigte die BuB Audio UG (Berlin) ein Muster-Gehäuse für einen speziellen MP3-Player (Foto), der als elektronische Baugruppe bereits fertig entwickelt vorlag.

Die Firma Mentec GmbH bot ein Verfahren, mit dem man ohne größere Einmalkosten zu einer Kleinserie (mit vorherigem Muster) kommen konnte.

Der eigentliche Wunsch, erst einmal nur ein einziges Gehäuse – zu erschwinglichem Preis und ohne längere Wartezeiten – zu erhalten, um das Gerät verschiedenen Interessenten „in echt“ vorführen zu können, blieb jedoch unerfüllt.

Die Nachfrage nach dem Gerät war so gering (wenn auch stets dringlich), dass eine Lagerhaltung größerer Mengen – die wegen der hohen Einkaufs-Kosten eigentlich geboten war – nicht in Frage kam.

Da wäre es schon eine große Hilfe gewesen, wenn sich wenigstens das Gehäuse „on demand“ fertigen ließ. Genau dies wurde auf Basis eines neuen, auf Laserschneidtechnik beruhenden Gehäuseprinzips (Bild rechts) möglich: Nach diesem Prinzip gebaute Gehäuse ließen sich auch einzeln kostengünstig fertigen, seinerzeit insbesondere bei dem Dienstleister „Formulor“.

Beim Design derjenigen Gehäuseseiten, die wegen durchragender Elektronik-Bauteile in jedem Falle zu bearbeiten waren, kristallisierte sich folgendes heraus: Die Bearbeitung (also die Platzierung von Schnitt- und Gravurelementen) gestaltete sich erst dann unkompliziert (und damit unanfällig gegen Rechenfehler), wenn die Koordinaten für die Bearbeitungs-Elemente gleich relativ zur Leiterplatte (anstatt über Rechenumwege relativ zur Gehäuseseite) eingegeben werden konnten. Bei der Entwicklung der Design-App gab es deshalb eine zentrale Vorgabe:

  • Jedem Bearbeitungs-Element wird sowohl ein eigener Referenzpunkt (an sich selbst) als auch ein eigener Ursprung zugewiesen (an einem frei wählbaren „Referenzobjekt“, z.B. Gehäuseseite oder Leiterplatte oder einem bereits existierenden Element).

Eine weitere wesentliche Vorgabe war die Ableitung der Gehäusegeometrie aus Maßen, die der Anwender ohne jede Einschränkung (bis auf kleinste und größte Maße) vorgeben kann:

  • Leiterplattengeometrie
  • Platzbedarf durch höchste Bauelemente (auf Bestückungs- und Lötseite
  • Montagart (Einschub, Distanzbolzen)
  • Sicherheitsabständen zwischen Baugruppe und Gehäuseinner.

Deshalb startet jedes neue Gehäuse-Projekt mit einem Konfigurations-Assistenten, der Schritt für Schritt alle wesentlichen Parameterwerte abfragt und diese gleichzeitig in einer 3D-Darstellung veranschaulicht.

Gehäusekonzept

Wesentliche Merkmale

Ein Boxtronik-Gehäuse ist anders. Hier steht warum:

  1. Jedes Boxtronik-Gehäuse besteht aus einer Boden- und einer Deckplatte sowie vier jeweils mit Boden- und Deckplatte zu verschraubenden umlaufenden Seiten (Front- und Rückplatte sowie zwei Seitenplatten). Diese sechs Gehäuseseiten sind so miteinander verzahnt, dass das Gehäuse auch ohne Verschraubung stabil bleibt, solange man die Seiten (z.B. durch Gummibänder) zusammenhält. Die Verschraubung muss deshalb auch nur verhindern, dass die Seiten verkippen (Schrauben auf Anschlag bringen reicht also).
  2. Boden- und Deckplatte weisen auf der Innenseite jeweils eine 8 mm dicke Adapterplatte aus MDF auf, die den umlaufenden Seiten als Anschlag dienen und für deren Verschraubung mit entsprechenden Befestigungselementen („Schiebemuttern“) versehen sind. Weil jede umlaufende Seite nur an die beiden Adapterplatten anschlägt, kann auch jede von ihnen einzeln abgenommen werden. Um Boden- oder Deckplatte separat zu entnehmen, müssen lediglich sämtliche Verschraubungen an der betreffenden Platte entfernt werden.
  3. Die vier umlaufenden Seiten weisen Bohrungen auf, um diese jeweils an bzw. in ihrem Sitz verschrauben zu können. Die Anzahl der Schrauben auf einer Seite leitet die App aus ihrer Länge ab.
  4. Die 8 mm dicken Adapterplatten aus MDF von Boden- und Deckplatte lassen eine Montage weiterer Komponenten zu. So ist es in der App möglich, Vorbohrungen für Holzschrauben oder Gewindemuffen (M3) zu setzen (siehe auch die entsprechenden Einträge unter „Tipps & Tricks“.

Technische Details

Sämtliche Gehäuseseiten und Elemente werden ihrer Kontur folgend gefertigt, weshalb Außenmaße stets um ~0,2 mm zu klein und Innenmaße um ~0,2 mm zu groß sind. Das ist mit ein Grund, warum die Default-Luftspalte für Vorder- und Rückseite bei 0,25 mm liegen.

Die Abmaße eines von uns gefertigten Objektes sollen stets ausreichend genau ausfallen (Genauigkeit in der Dimensionierung). Deshalb wird unser Laser-Cutter in beiden Achsen regelmäßig auf Maßhaltigkeit überprüft und erforderlichenfalls nachkalibriert. Zu diesem Zweck messen wir mit Hilfe eines optischen Längenmessgerätes (Bild links) den Abstand zweier aktuell auf einer Platte gefertigter Ritzen mit einer Genauigkeit von ~1/100 mm aus und justieren die Steuerung erforderlichenfalls nach.

Die so gewährleistete Genauigkeit in der Dimensionierung leitet sich übrigens nicht unmittelbar aus der womöglich sehr geringen Streubreite beim wiederholten Anfahren derselben Position ab (identische Schrittweiten bei alternierender Fahrtrichtung). Dafür ist primär die Auflösung des zu fahrenden Abstandes in Inkremente eines mitrotierenden Inkrementalgebers zuständig und im allgemeinen kein begrenzender Faktor für das Erreichen einer genauen Dimensionierung.

Damit ein von uns gefertigtes Objekt stets unverzerrt in der Ebene entsteht (Genauigkeit in der X-Y-Transformation), wird die Winkligkeit der beiden Achsen des Laser-Cutters regelmäßig nachgemessen. Dazu messen wir die Abweichung der vier Winkel eines geschnittenen Quadrats von einem präzisen rechten Winkel (DIN 875/0), indem wir die gegebenenfalls auftretenden Luftspalte mit einem Digital-Mikroskop ausmessen und daraus die Winkelabweichung errechnen. Die Zahnriemenspanner an den Achsen erlauben eine systematische Verstellung zur Kompensation zu großer Abweichungen vom rechten Winkel.

Damit ein von uns gefertigtes Objekt stets mit rechtwinkligen Kanten versehen ist (Genauigkeit in der Z-Transformation), wird der Strahlengang des Lasers regelmäßig daraufhin untersucht, ob dieser die Umlenkspiegel mittig trifft und ob dessen Verschiebung zur optischen Achse der Linse am Laserkopf am Ende ausreichend gering ausfällt. Dazu überprüfen wir die Konzentrizität zwischen mittig „geschossenem“ Loch eines Klebstreifens und dem Zentrum der Austrittsdüse des Laserkopfs (Bild rechts).

1. Registrieren bzw. Einloggen

Sie können die App nur nutzen, wenn Sie sich registrieren und dann einloggen. Es gelten die hier dargelegten Datenschutzrichtlinien.

Beim Aufruf der App steht zur Zeit lediglich ein Login-Button zur Verfügung (oben rechts). Bitte nutzen Sie diesen Button auch zum Registrieren, denn im Moment ist der entsprechende Dialog nur über den Login-Dialog zu erreichen.

Nach Ihrer Registrierung wird eine Email an die von Ihnen verwendete Email-Adresse versandt. Bitte folgen Sie dem übermittelten Link, um die Registrierung abzuschließen. Erst dann können Sie sich erfolgreich einloggen.

Zum Ausloggen benutzen Sie bitte den Menuepunkt Account > Logout.

2. Projekt-Manager

Ein erfolgreiches Login führt zum Projekt-Manager, der die bereits erzeugten Projekte listet.

Neu

Mit dem Button „create new Project“ starten Sie ein neues Projekt.

Hilfestellung für den erforderlichen Konfigurationsdurchgang eines Projekts finden Sie unter Punkt 3. Hilfestellung für die anschließende Bearbeitung eines Projekts finden Sie unter Punkt 4.

Bearbeiten

Um ein gelistetes Projekt zu bearbeiten klicken bitte Sie auf die entsprechende Zeile im Projekt-Manager.

Hilfestellung für die Bearbeitung eines Projekts finden Sie unter Punkt 4.

Löschen

Noch nicht möglich.

Duplizieren

Noch nicht möglich.

Bestellen

Im Moment bestellen Sie Ihr Projekt unter Angabe eines Namens auf https://bloess.berlin/produkt/sondergehaeuse/ zu einem einheitlichen Preis von 99 € (Brutto).

Status

Projekte sollen sich in Zukunft im Projekt-Manager nach Status filtern lassen. Der Status wird zuerst automatisch vergeben (Entwurf, Prüfung), um dann selbst über interne Freigabe oder Archivierung entscheiden zu können. Intern freigegebenen Projekten kann der Status „Template“ zugeordnet werden, womit das Projekt für alle anderen Anwender der App sicht- und nutzbar wird:

  • Jedes neu gestartete Gehäuse-Projekt ist automatisch im Status „Entwurf“. Mit der ersten Komplett-Bestellung geht der Status dann automatisch in „Prüfung“ über. Das Gehäuse-Projekt kann weiterhin bearbeitet und bestellt werden, nicht nur komplett sondern auch anteilig.
  • Nach Auslieferung der Bestellung kann das Projekt vom Anwender jederzeit in den Status „Freigabe intern“ oder „Archiv“ versetzt werden. Ab nun ist ein solches Projekt für ihn zwar noch duplizierbar, jedoch nicht mehr bearbeitbar.
  • Intern freigegebene Projekte können auch noch extern als „Template“ freigegeben werden, so dass auch andere Anwender sie bestellen oder gegebenenfalls bearbeiten können.
3. Gehäuse konfigurieren (Basis-Eigenschaften bestimmen)

Konfigurations-Modus

Nach dem Öffnen eines neuen Projektes steht Ihnen ein Konfigurations-Assistent zur Seite, um die Basis-Eigenschaften des Gehäuses Schritt für Schritt festzulegen (Vielnutzer können auch gleich zur „Summary“ springen). Dies geschieht durch Anpassung der jeweiligen Default-Werte folgender Parameter:

  • Abmaße der zugrundeliegenden Leiterplatte (L x B x H).
  • Maximale Höhen der Bauelemente auf der Bestückungs- bzw. auf der Lötseite.
  • Montageart (aktuell gibt es nur die Einschub-Option, wodurch die Gehäusebreite festliegt; siehe auch den Eintrag „Gewindemuffen“ in „Tipps & Tricks“).
  • Luftspalte zwischen der Baugruppe und den – im aktuellen Fall – vier noch frei „verschiebbaren“ Gehäuseseiten (vorne, hinten, oben, unten).

Die Eingabewerte werden nach vorgegebenen Werten für Maximum und Minimum überprüft (gegebenenfalls erscheint eine Meldung zum über- oder unterschrittenen Grenzwert). Weitere Basis-Eigenschaften des zu konfigurierenden Gehäuses kommen hinzu:

  • Farbe (Tipp: mit „transparent“ ist der Blick frei ins Innere des Gehäuses).
  • Material (zur Zeit fix: Acryl, 3mm)
  • Gehäusefüße (zur Zeit fix: 4 Gummifüßchen, ∅ 12.6mm)

In der abschließenden „Summary“ können sämtliche Eingaben zur Bestimmung der Basis-Eigenschaften des Gehäuses noch einmal überprüft und erforderlichenfalls editiert werden, bevor man mit dem Button „Adopt Configuration and start Design“ in den eigentlichen Bearbeitungs-Modus wechselt.

Die „Summary“ bietet auch die Möglichkeit, einen eigenen Projekt-Namen zu vergeben und eine Projekt-Beschreibung hinzuzufügen.

Übergang ⇒

In der „Summary“ können Sie sämtliche Eingaben überprüfen und erforderlichenfalls editieren, bevor Sie mit dem Button „Adopt Configuration and start Design“ in den eigentlichen Bearbeitungs-Modus wechseln.

Bearbeitungs-Modus

Im Bearbeitungs-Modus stehen die Basis-Eigenschaften naturgemäß im Hintergrund. Gleichwohl sind diese nach wie vor komplett bearbeitbar.

Durch Anklicken folgender Icons werden unter „Properties“ bestimmte, jeweils bereits aus dem Konfigurations-Dialog bekannte Eigenschaften gelistet und können dadurch bei Bedarf auch editiert werden:

  • Project > Content > PCB
  • Project > Enclosure > Cover

Durch das Anklicken des Icons PCB wird eine Änderung der Leiterplattengeometrie, der relevanten Bauteilhöhen sowie der Luftspalte zwischen Baugruppe und Gehäuseinnenseiten möglich. Durch das Anklicken des Icons Cover stehen übergeordnete Eigenschaften des Gehäuses zur Disposition, etwa die Farbe, aber auch (aktuell jedoch noch nicht) das Material der Gehäuseseiten oder die Fußausführung.

Darüber hinaus können Projekt-Name und -Beschreibung (oben rechts) jederzeit geändert werden.

4. Gehäuse designen (Gehäuseseiten bearbeiten)

Definition „Element“

Eine (unbearbeitete) Gehäuseseite wird durch „Elemente“ verändert, die sich mit der Design-App gestalten lassen. Die Erscheinungsform des Elements wird wesentlich durch unsere Herstellungstechnologie (Laserschneiden und -gravieren) bestimmt, bei der sich vier Elementausführungen unterscheiden lassen:

Vorgang Technologie Elementausführung
Schneiden Geschlossene Kontur mit ausreichend hoher Energie abfahren Durchbruch
Schneiden Offene Kontur mit ausreichend hoher Energie abfahren Anbruch
Ritzen Kontur mit ausreichend niedriger Energie abfahren Linie, Pfad
Gravieren Von Kontur umschlossene Fläche rastern ( = zeilenweise mit energetischem Licht beschießen) Planfläche

Bei einer Planfläche handelt es sich um eine Vertiefung, deren Umriss durch eine einzelne in sich geschlossene Kontur definiert wird. Eine Beschriftung ist demnach eine Folge von Vertiefungen, deren Umrisse sich aus Konturen ableiten, die von Zeichen definiert werden.

Von den aufgeführten Elementen ist die Planfläche – anders als etwa beim Fräsen – in der Tiefe begrenzt. Zwar ist mehrfaches Rastern möglich, führt jedoch zum „Verwaschen“ der Kontur und ist von daher nur für das Design der (nicht sichtbaren) Rückseite zu empfehlen.

Unter „Element“ wird also ein Objekt verstanden, das einer bestimmten Seite zugeordnet ist und in realiter durch deren Bearbeitung (schneiden, ritzen, gravieren) entstehen wird. Die folgende Tabelle listet für unterschiedliche Elementarten (erste Spalte, noch nicht verfügbare Elemente in grau) die auswählbaren Ausführungen. Die Spalte „Pfad“ ist rötlich dargestellt, weil die zugeordnete Technologie (Ritzen) mit kaum zu vermeidenden Schlierbildungen verbunden ist und nur ausnahmsweise verwendet werden sollte.

Neben weiteren geometrischen Figuren (Dreick, Trapez) sind insbesondere DXF-Importe sowie Matrixanordnungen von Kreisen und Rechtecken in kartesischen („Klingelbrett“) und Polarkoordinaten („Lautsprechergitter“) geplant.

Element Durchbruch Anbruch Ritzung Planfläche
Rechteck x   x x
Kreis x   x x
Dreieck x   x x
Trapez x   x x
DXF-Import x x x x
Text (x)   x x (farbig)

Element erzeugen

Um ein solches Element erzeugen zu können, muss in die 2D-Ansicht der betreffenden Seite gewechselt werden. Dies geschieht entweder mittels der entsprechenden Icon-Reihe (Bild links oben) oder – speziell in der 3D-Darstellung – durch Anklicken von Project > Enclosure > [Gehäuseseite] in der Sidebar rechts bzw. durch Drehen des Würfels (Bild rechts oben) in eine Position, dass sich die betreffende Gehäuseseite anklicken lässt.

Wurde für die ausgewählte Seite (hier die Rückseite/Back) noch kein Element erzeugt, dann wird ein Dialog angeboten, der sämtliche erzeugbaren Varianten listet (Bild rechts)

Anderenfalls werden unterhalb der Seitenbezeichnung sämtliche bereits vorhandenen Elemente gelistet, während für die Erzeugung eines neuen Elementes grundsätzlich die sog. Elemente-Leiste zuständig ist, die links an der Sidebar andockt (Bild unten).

Alternativ kann auch ein bestehendes Element geklont werden, wofür es ein entsprechendes Icon gibt, das sich im Eintrag des Elementes in der Sidebar-Liste befindet. Geklontes Element und Elternelement sind in allen Eigenschaften identisch (insbesondere in Position und Namen). Nach dem Markieren sollte umgehend ein passender Name als neu hinzugekommenes Element vergeben werden, womit das nicht-markierte Element an der Stelle automatisch die Rolle des Elternelementes übernimmt.

Einem neu erzeugten Element ist standardmäßig die Gehäuseseite als Referenzobjekt zugeordnet. Sowohl der Referenzpunkt des neuen Elementes als auch der Ursprung seines Referenzobjktes liegen „centerCenter“. Da X- und Y-Koordinaten eines neuen Elementes gleich Null sind, findet man das fragliche Element also im Zentrum der Gehäuseseite platziert.

Element bearbeiten

Um ein bestehendes Element bearbeiten zu können, muss es zunächst ausgewählt werden:

  • Für ein Markieren in der 3D-Ansicht wird das Gehäuse solange mit der Maus gedreht, bis das fragliche Element gut zu sehen ist, um es dann mit dem Mauszeiger anzuklicken. Infolgedessen wird in die 2D-Ansicht der fraglichen Seite gewechselt.
  • Für ein Markieren in der 2D-Ansicht muss zuerst die Seite ausgewählt werden (siehe dazu die Beschreibung in „Element erzeugen“), um dann das fragliche Element entweder a) in der Gehäuseansicht direkt zu markieren oder b) in der Elementliste mittels Klick auf sein Icon indirekt auszuwählen.

Nunmehr wird das markierte Element in der Gehäuseansicht mit den ihm eignenden Referenzpunkten (Origin) angezeigt. Sein Referenzobjekt lässt sich entweder anhand der gestrichelten Linien, die die Referenzpunkte der aufeinander bezogenen Objekte verbinden, oder mit Blick auf den entsprechenden Listeneintrag ausfindig machen. In der Elementliste in der Sidebar kann da markierte Element anhand des fett dargestellten Namens identifiziert werden.

In der Siderbar werden nun unter der Rubrik „Properties“ alle relevanten Elementeigenschaften angezeigt bzw. zur Bearbeitung angeboten. Dabei werden zwei Themen unterschieden:

  • Gestalt: Je nach Art des Elementes werden unter „Transform“ diejenigen Parameter gelistet, deren Werte das Element vollständig definieren.
  • Position: Jedes Element besitzt a) einen eigenen Referenzpunkt mit neun Alternativen (Default: centerCenter) und b) ein eigenes Referenzobjekt (Default: Gehäuseseite), für dessen Ursprung ebenfalls stets neun Alternativen (Default: centerCenter) existieren. Die ihm zugeordneten X-Y-Koordinaten bestimmen dann den Abstand zwischen dem Referenzpunkt des Elementes einerseits und dem Ursprung des Referenzobjekts andererseits.

Die Icons, die dem Eintrag des Elementes in der Elementliste zugeordnet sind, erlauben darüber hinaus folgende Maßnahmen:

  • Name: Sowie sich der Mauszeiger über dem Namen des Elementes bewegt, erscheint ein Stift-Icon. Nunmehr kann mit einem Klick der linken Maustaste die Bearbeitung des Namens eingeleitet werden. ANMERKUNG: Durch Vergabe prägnanter Namen (z.B. „Achse Volume-Poti“) wird die Auswahl von Referenz-Objekten massiv unterstützt.
  • Clone: Während sich der Mauszeiger über dem Clone-Icon befindet, erzeugt ein Klick mit der linken Maustaste ein identisches Element an derselben Position auf derselben Seite.
  • Löschen: Während sich der Mauszeiger über dem Lösch-Icon befindet, entfernt ein Klick mit der linken Maustaste das fragliche  Element sowohl aus der Liste als auch aus der Gehäuseansicht – es ist dann dauerhaft gelöscht.

3D <-> 2D

Ein neues Projekt wird beim Übergang in den Bearbeitungs-Modus grundsätzlich in 3D dargestellt. Für Drehen/Verschieben bitte die linke/rechte Maustaste gedrückt halten, während der Mauszeiger bewegt wird. Das Mausrad ändert den Zoomfaktor.

Um ein Element auf einer bestimmten Seite erzeugen zu können, muss zuvor in deren 2D-Ansicht gewechselt werden. Dafür gibt es folgende Alternativen:

  1. Mittels der entsprechenden Icon-Reihe (Bild links).
  2. Anklicken von Project > Enclosure > [Gehäuseseite] in der Sidebar rechts.
  3. Drehen des Würfels (Bild rechts oben) in eine Position, dass sich die betreffende Gehäuseseite anklicken lässt.
  4. Drehen des Gehäuses in eine Position, dass sich ein Element auf der fraglichen Seite markieren lässt.

Aus einer 2D-Ansicht gelangt man durch Klicken auf den Würfel in die 3D-Ansicht.

5. Tipps & Tricks

Elementenamen

Um für ein markiertes Element ein bestimmtes Referenzobjekt identifizieren zu können, ohne groß rumprobieren zu müssen, lohnt es sich, von Beginn an jedem neu erzeugten Element als erstes einen eindeutigen Namen zu geben.

Weiterhin empfiehlt es sich, zugeordneten Beschriftungen Namen zu geben, die eindeutig auf den Durchbruch verweisen, z.B. indem beide Namen identisch sind oder dieselbe Nummer vorangestellt bekommen.

Ausrichten

Die Koordinaten eines Durchbruchs für ein durchragendes Bauelement ergeben sich in der Regel a) aus Platzierungsdaten des Entflechtungsprogramms (X-Abstand des Bauelemente-Zentrums zu einer Leiterplattenecke) und b) aus Angaben seines Datenblattes (z.B. Y-Höhe des Durchbruch-Zentrums über/unter der Leiterplatte), d.h. sie müssen nicht bzw. dürfen gar nicht an anderen Durchbrüchen ausgerichtet werden.

Bei mehreren identischen Bauteilen (mit gleicher Y-Koordinate) kann es, zumal wenn diese durch ein Kettenmaß aufeinander bezogen sind, sinnvoll sein, nur eines davon entsprechend zu platzieren, um für die Übrigen (jeweils mit Y=0) als Referenzobjekt dienen zu können, so dass nur noch deren X-Abstände gepflegt werden müssen: ändert man den Y-Wert des Referenzobjektes, dann ziehen die anderen automatisch mit.

Der Umgang mit Beschriftungen gestaltet sich etwas komplexer, wenn diese z.B. zu dem jeweiligen Element vertikal zentriert sein, gleichzeitig aber auch eine einheitliche Höhe aufweisen sollen:

  1. Jede Beschriftung wird an dem von ihr zu beschriftenden Element vertikal zentriert, indem das fragliche Element als Referenzobjekt für die Beschriftung ausgewählt und der X-Wert angepasst wird (in der Regel X=0).
  2. Eine Beschriftung wird auf die gewünschte Höhe gesetzt und alle anderen Beschriftungen an dieser horizontal zentriert, indem die bereits platzierte Beschriftung jeweils zum Referenzobjekt gemacht und die Y-Koordinate der auszurichtenden Beschriftung dann auf Null gesetzt wird.
  3. Für Elemente, die eventuell noch horizontal verschoben werden müssen, kann der Wechsel des Refenzobjektes bei seiner Beschriftung dann wieder rückgängig gemacht werden.

Gewindemuffen

Um Ihre Leiterplatte doch auf Distanzhülsen oder -bolzen montieren zu können, können Sie die Bodenplatte mit entsprechenden Bohrungen (kreisförmiger Durchbruch mit D=4,3mm und Beschriftung „Gewindemuffe“) versehen. Für jeden derartig gekennzeichneten Durchbruch (auch für die Deckplatte, Luftspalt oben anpassen!) setzen wir eine M3-Gewindemuffe auf der Innenseite der Bodenplatte (Adapterplatte) ohne Bearbeitung der Gehäuseaußenseite. Die Boxtronik-Klemmen liefern wir in jedem Falle mit.

In einem solchen Falle ist die Gehäusebreite grundsätzlich von der Breite B Ihrer Leiterplatte entkoppelt. Wollen Sie, dass die Längskanten einen Luftspalt S zur Gehäuseinnenseite aufweisen, dann setzen Sie die Leiterplattenbreite auf  B – 14 mm + 2xS.

Sie können jetzt auch zusätzlich Raum in der Breite gewinnen (um z.B. etwas auf der Bodenplatte montieren zu können) und den eben berechneten Wert vergrößern. Achten Sie dabei bitte darauf, dass die Durchbrüche so sitzen, dass die Leiterplatte nicht mit dem Gehäuse kollidiert.

ANMERKUNG: Bitte beachten Sie, dass die Referenzpunkte an den Ecken der angezeigten Leiterplatte nun nicht mehr mit den Ecken der realen Leiterplatte übereinstimmen, so dass Sie gegebenenfalls die Koordinaten umrechnen müssen.

Siehe auch den Eintrag „Vorbohrungen“.

Vorbohrungen

Die 8 mm dicken Adapterplatten aus MDF, die einen Verbund mit Boden- bzw. Deckplatte bilden, lassen eine Montage weiterer Komponenten zu. So ist es möglich, „Vorbohrungen“ für Holzschrauben setzen. Um zu verhindern, dass die Gehäuseaußenseite mitbearbeitet wird, muss im Namen des Elementes „Innen“ als einzelnes Wort vorkommen.

In Acryl lassen sich m.E. kleinere Gewinde (bis M4) schneiden. Bei der Dimensionierung einer dafür vorgesehenen Vorbohrung bitte die Aufweitung des Maßes (~ 0,2 mm) berücksichtigen, die durch Verbrennen des Materials beim „Schneiden“ entsteht.

Siehe auch den Eintrag „Gewindemuffen“.

6. Bestellen

Grundsätzlich wird jedem Eintrag in der Projekt-Liste ein Button zugeordnet sein, mit dem sich das jeweilige Projekt in den Warenkorb legen lässt. Die obere Iconleiste wird zusätzlich ein Warenkorb-Icon erhalten, um den Bestellprozess einleiten zu können. Im Moment können Sie Ihr Projekt unter Angabe des Projekt-Namens auf https://bloess.berlin/produkt/sondergehaeuse/ zu einem einheitlichen Preis von 99 € (Brutto) bestellen.

Montage und Demontage
  1. Wir liefern Ihr Gehäuse montiert.
  2. Alles was Sie für eine Demontage benötigen ist ein Schraubendreher für Torx T15 Schrauben.
  3. Für eine möglichst einfache Entnahme einer umlaufenden Seite empfiehlt es sich, die angrenzenden vier Schrauben der beiden benachbarten Seiten zu lockern. Dasselbe gilt auch für das Einsetzen einer umlaufenden Seite.
  4. Für ein möglichst einfaches Einfädeln Ihrer Baugruppe in die Boxtronik-Klemmen empfiehlt es sich, (in dieser Reihenfolge) neben Front- und Rückplatte auch die Deckplatte zu entfernen und auf einer Seite die Schrauben zu lockern.
  5. Alternativ können Sie zusätzlich noch eine der Längsseiten entfernen und die zugehörigen Boxtronik-Klemmen entfernen. Setzen Sie Ihre Baugruppe jetzt ohne Probleme in die verbliebenen Boxtronik-Klemmen ein und setzen Sie die demontierten Boxtronik-Klemmen nacheinander wieder ein, so dass Sie am Ende alles wieder mit der demontierten Längsseite sichern können.
  6. Bei der Montage sollten Sie die Deckplatte vor den verbliebenen Front- und Rückplatten einsetzen und verschrauben.
  7. Bitte die Schrauben nicht „anknallen“. Da sie selbstschneidend sind, werden sie sich im Betrieb nicht lockern und brauchen deshalb auch nur leicht angezogen werden.