Boxtronik-Flansche

Hier stellen wir unsere Boxtronik-Flansche (Dimensionen) zur Integration von Einbau-Steckverbindern  in ein Boxtronik-Gehäuse vor. Die größte Vielfalt ist für die Baugröße S (26×31 mm) gegeben. Die Baugröße M (60,5×31 mm) stellt mehr auf Lüfter und Lautsprecher ab, während es für die Baugröße L (95×31 mm) bislang nur einige Sonderlösungen gibt.

Viele Steckverbinder lassen sich mit einem Flansch aus einer der vier Bohrlochreihen aufnehmen. Beispielsweise ermöglicht der links abgebildete Flansch BM09 (in Verbindung mit einer Kontermutter) die Montage der Klinkeneinbaubuchse KLBPS 3 von Lumberg, die ein M9 Gewinde ohne Verdrehsicherung aufweist.

Anders sieht es zum Beispiel beim Klinkensteckverbinder 1502 03 von Lumberg aus (Bild rechts): Vor dem Gewindeansatz befindet sich ein Kunststoffprofil zur Verdrehsicherung. Die Kontermutter hat in diesem Fall auch nur dann genügend Gewindespiel, wenn das Kunststoffprofil in den Flansch eingelassen werden kann. Dazu passt dann der Flansch KL04.

Flanschverbinder weisen neben dem Durchbruch für den Verbinder in der Regel mindestens zwei weitere Durchbrüche für die Befestigungsschrauben auf. Ein bekanntes Beispiel für einen Flanschverbinder sind D-SUB-Verbinder mit einer weitgehend einheitlichen Geometrie für die erforderlichen Durchbrüche. Aber auch DIN-Verbinder treten häufig – nicht zuletzt aus historischen Gründen (Radio- bzw. Audiotechnik) – in dieser Form auf. Der links zu sehende Flansch DN01 stellt denn auch einzig auf den DIN-Rundsteckverbinder 0103 von Lumberg ab.

Die Vielfalt an Einbau-Steckverbindern ist groß. Wir bemühen uns, passende Flansche zumindest für die gängigen Steckverbinder-Typen anzubieten.

BITTE BEACHTEN SIE UNSERE FLANSCH-AKTION!

Steckverbindungen (2- bzw. 3-polig) für Stromversorgung
  • Kleinspannung: Einbaukupplung (mit Zentralstift) für Hohlstecker z.B. an Steckernetzteil
  • Niederspannung: siehe Flanschverbinder, insbesondere Power In & Out (insbesondere 230 VAC, mit Erde) von NEUTRIK
Vielpolige Steckverbindungen
  • D-SUB (9-, 15-, 25-, 37-polig)
Mehrpolige Steckverbindungen (meist 3- bis 8-polig)
  • XLR
    • tinyXLR
  • DIN
    • Mini-DIN
  • M8, M10, M12 Schraubverbinder
Niedrigpolige Steckverbindungen (2- bis 3-polig)
  • Klinke (2-3)
  • Cinch / RCA (2)
  • BNC (2)
Einpolige Steckverbindungen
  • Polklemme (4mm)
  • Einbaubuchse (4mm)
  • Zwerg-Einbaubuchse (2,6mm)
Universalanwendung (Toleranzangaben beachten)
  • Bohrungen ø 2 bis ø 20 mm
  • Bohrungen ø 1/16″ bis ø 15/16″
Elektrische Schalter

Da sich Tasten-Felder mit dem Touch-Display simulieren lassen, werden hier vorerst nur Bedienelemente berücksichtigt, die für das Ein- und Ausschalten der Stromzufuhr bzw. sonstiger Verbraucher benutzt werden können.

Wippen-Schalter
  • kreisförmig (∅)
  • rechteckig (B x H des Durchbruchs)
Druck-Taster
  • kreisförmig
Schlauchverbinder

Wir haben einen Flanschverbinder konstruiert (Preise auf Anfrage), um Schläuche unterschiedlicher Durchmesser in das Gehäuse-Innere durchzuleiten, wo sie entweder an eine Druckmess-Stelle oder an eine Mini-Luftpumpe angeschlossen werden können.

Blindnieten für Flanschmontage

Bei Verwendung von Blindnieten zur Befestigung von Verbindungselementen mit einem Boxtronik-Flansch wird eine spezielle Blindnietzange benötigt.

Der Blindniet besteht neben dem eigentlichen, hohlen Nietkörper mit Kopf an der Vorderseite und aus einem längeren, durchgesteckten Dorn mit Kopf außen vor dem Nietende, der mit einer Sollbruchstelle versehen ist.

Gängige Durchmesser für Blindniete sind 2,4 mm, 3,2 mm, 4 mm und 4,8 mm. Gängige Arbeitslängen beginnen bei 6mm und steigen dann in 2mm-Schritten. Das Bohrloch soll in der Regel etwa einen 0,1mm bis maximal 0,2mm größeren Durchmesser haben als der Niet Nenndurchmesser. Die benötigte Nietlänge kann nach der Faustformel „minimale Niet Nennlänge = Klemmlänge (Materialdicke) + Niet-Nenndurchmesser“ berechnet werden, wobei bei Zwischenergebnissen die jeweils nächstgrößere Nietlänge zu wählen ist.

Der Blindniet wird von der Gegenseite durch die Bohrung eingeführt, durch Druck auf den Kopf die zu verbindenden Bauteile aufeinander gedrückt, anschließend wird auf der Arbeitsseite der am Kopf herausragende Dorn mit einer auf dem Kopf aufgesetzten Blindnietzange herausgezogen (Bild links, Copyright (c) Heiner Otterstedt). Das führt zu einer Stauchung und somit zu einer Aufweitung des Niets in und hinter der Bohrung. In der ersten Phase verkürzt die Stauchung den hohlen Nietkörper. Dadurch vergrößert sich der Durchmesser. Zum Ende der ersten Phase ist die Bohrung vollkommen durch den Niet ausgefüllt. Erst wenn sich der Blindniet nicht weiter im Durchmesser ausdehnen kann, bildet sich hinter der Bohrung eine nennenswerte Aufweitung. Am Ende des Vorgangs reißt der Dorn an der Sollbruchstelle innerhalb des Nietkörpers ab und der stehende Rest ragt nicht aus dem Niet hervor; der abgerissene Teil des Dorns befindet sich dann in der Zange und wird entsorgt.